Pressemitteilungen 2008
Pressemitteilung 04. April 2008
SPD-Regionsfraktion: Klage der Diakonischen Dienste Hannover gegen Siloah-Neubau gefährdet Versorgungssicherheit in der Peripherie der Region Hannover
Anlässlich der Klage der Diakonischen Dienste Hannover gegen den beabsichtigten Siloah-Neubau stellt der Vorsitzende der SPD-Regionsfraktion, Bodo Messerschmidt, fest:
„Dass ein Krankenhausbetreiber – und in diesem Falle noch nicht einmal ein auschließlich Kapitalinteressen verpflichteter Privatanbieter, sondern die Diakonischen Dienste Hannover - gegen Neubaupläne für ein Krankenhaus klagt, ist meines Wissens noch niemals geschehen. Bisher gab es zum Wohle der Patientinnen und Patienten ein gedeihliches Miteinander der Krankenhausträger bei uns in der Region. Nunmehr sehe ich jedoch die Gefahr des „Gegeneinanderarbeitens“, was nicht im Interesse der Bürgerinnen und Bürger liegen kann.“
Im Übrigen sei, so Messerschmidt, der sich auch im kirchlichen Bereich stark engagiert, die Gefahr der Belastung des bisher ausgezeichneten Verhältnisses zu den kirchlichen Diensten und Einrichtungen im Sprengel Hannover gegeben. Er setze auf Verständigung zwischen der Region Hannover als Krankenhausträger und der letztlich die evangelische Krankenhausholding tragenden Evangelischen Kirche.
Fakt sei, dass das Klinikum Region Hannover Betten abbaue und es am Standort des neu zu errichtenden Siloah-Krankenhauses nicht zu der vom Friederikenstift befürchteten Konkurrenzsituation kommen werde, da es kaum fachliche Überschneidungen gebe. Für das Klinikum Region Hannover und damit letztlich auch für die Region Hannover als Eigentümerin stelle der Neubau des Siloah-Krankenhauses ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesamtkonzeption und –kalkulation bzw. Kostendeckung dar.
„Das Klinikum Region Hannover nimmt seinen Versorgungsauftrag ernst und steht zu seiner Verantwortung für die Menschen in der Gesamtregion. Ich gehe davon aus, dass sich auch die Diakonischen Dienste Hannover - ihrem eigenen Selbstverständnis entsprechend - dieser Verpflichtung und Verantwortung für die Menschen nicht entziehen wollen und werden.“