Pressemitteilungen 2008
Pressemitteilung 16. Juli 2008
SPD-Regionsfraktion zur evtl. Übernahme der Continental-AG: Arbeitsplätze und Unternehmensstandort Hannover müssen gesichert werden!
„Natürlich gilt unsere Hauptsorge den Arbeitsplätzen der Continentaler in der Region Hannover“, erläutert Bodo Messerschmidt, SPD-Fraktionsvorsitzender, die Position zur in Rede stehenden Übernahme.
Jedoch sei es zumindest im Moment fraglich, ob die bayerische, mittelständische Firma gesteigertes Interesse am Standort Region Hannover habe.
„Und das kann niemandem gleichgültig sein, hier geht es auch um die wirtschaftspolitische Zukunftsfähigkeit der Gesamtregion Hannover!
Feststellen kann man jetzt schon, dass es sich offensichtlich um ein wohl durchdachtes „Manöver“ der Schaeffler-Gruppe handelt, den Continental-Konzern zu übernehmen. Die Befürchtung, dass Schaeffler die Continental AG zerschlägt und die Reifensparte zum Kauf anbietet, um die Übernahme der Continental AG vor dem Hintergrund der aktuellen Kapitalmarktbedingungen überhaupt finanzieren zu können, ist allerdings nicht im luftleeren Raum entstanden“, bekräftigt Messerschmidt.
Dabei werde gerade aus Wirtschaftkreisen immer wieder bestätigt, dass Automobilhersteller Komplettanbieter wollten, die den aktuellen Herausforderungen gewachsen seien.
„Und die Reifenproduktion hier ist in ein wohl durchdachtes Unternehmenskonzept eingebunden. Denn es ist unternehmenspolitisch höchst sinnvoll, sowohl Reifen, Bremssysteme und Automobilelektronik aus einer Hand anzubieten!“ ergänzt Klaus Brauer, wirtschaftspolitischer Sprecher der Regionsfraktion.
Aber was industriepolitisch sinnvoll sei, müsse von (neuen) Eigentümern nicht zwingend nachvollzogen werden. Auch insofern seien die Befürchtungen und Sorgen der potentiell betroffenen Beschäftigten und ihrer Gewerkschaften leider nur zu gut nachvollziehbar, obgleich Angst immer ein schlechter Ratgeber sei.
„Bei dem Übernahmeversuch geht es nicht allein um die Interessen der Aktionäre, es stehen insbesondere die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und deren Arbeitsplätze auf dem Spiel“.
In dieser Frage sei eine gemeinsame Position aller politisch Verantwortlichen zu-sammen mit den Gewerkschaften notwendig!